projektXchange - "Fremde" stellen sich vor

Zwei Botschafter des projektXchange zu Besuch in der 2A und 6C

Der Soziologe Mevlüt Kücükyasar besuchte im Rahmen des Tags der Zivilcourage das GRG3 und die 6C. Mevlüt Kücükyasar ist Botschafter des projektXchange.

projektXchange setzt in punkto Migration, Integration, "Ausländer" erfrischende Akzente: Durch persönliches Kennenlernen des jeweils anderen, "Fremden", werden Vorurteile, Ängste und Konflikte abgebaut und gegenseitiges Verständnis, Miteinander und Austausch gefördert.

Mevlüt Kücükyasar in der 6C

Nach der  Vorstellung der Jugendlichen, erzählt Mevlüt ein wenig über sich und seine Arbeit.

Danach beginnen wir mit praktischen Übungen zum Thema Zivilcourage.

Die SchülerInnen nennen ihre Namen um zu erkennen, dass Namen etwas mit der eigenen Identität zu tun haben; Namen „erzeugen“ Bilder und Vorurteile im Kopf; sie erfahren etwas Neues übereinander. Wir sprechen vor allem  über Zivilcourage und über Vorurteile und dass Persönliches Aktives Handeln dem Schwächeren hilft. Das Gleichbehandlungsgesetz regelt in Österreich, dass niemand aufgrund folgender Kriterien diskriminiert werden darf: ethnische Herkunft („Rasse“, Hautfarbe, Aussehen, Muttersprache,…) Religion und Weltanschauung.

Danach bringt Mevlüt im Klassenraum an zwei verschiedenen Enden zwei  Zettel an. Auf einem Zettel steht JA und am anderen NEIN. Er sagt: Ich werde im folgenden Aussagen vorlesen, zu denen sich jede/jeder positionieren soll, je nachdem wie sie zur Aussage stehen, also welcher Meinung sie sind! Wenn Du der Aussage absolut zustimmst, stell Dich auf die Position „Ja“. Bist du absolut anderer Meinung, stell Dich zu „Nein“. Du kannst Dich aber auch zwischen „Ja“ und „Nein“ aufstellen.“ 

Die Vorurteile lauten zum Beispiel: „Blondinnen sind dumm.“ „Homosexuelle haben es leichter eine Lehrstelle zu finden als Schwarze.“ „Ist es diskriminierend, wenn eine Firma ein Mädchen namens Fatima für eine Lehrstelle ablehnt, weil sie schon schlechte Erfahrungen mit Ausländern gemacht hat“ „Ist es diskriminierend, wenn Alev als Mechanikerin das Tragen ihres Kopftuches verboten wird, weil sie an Maschinen arbeiten muss?“

Gemeinsam erarbeiten wir, wie es den Jugendlichen bei diesen Aussagen gegangen ist. Wir diskutieren wie war es, alleine für sich und zu seiner Meinung zu stehen? Wie war es, in der Gruppe zu stehen? Und noch vieles mehr. Unser Ziel war es Meinungsvielfalt aufzuzeigen: viele Perspektiven und Standpunkte zu einem Thema sichtbar machen und eine spannende  Diskussion anzuregen.

 

Minoo Amir-Mokri-Belza spricht mit der 2D über Urteile und Vorurteile

Auch Minoo Amir-Mokri-Belza, Leiterin der Abteilung Migration beim Österreichischen Roten Kreuz, ist projektXchange Botschafterin. Sie  erzählt der 2D was ein Urteil ist und was nötig ist um ein sicheres Urteil zu fällen. Sehr leicht wird aus einem Urteil aber ein Vorurteil. Was kennt ihr für Vorurteile, fragt Minoo? Ein Bursche sagt: Alle Afrikaner sind Drogendealer! UND er weiß, dass das ein Vorurteil ist. Minoo lässt die Kinder in Gruppen zum Thema:“ Schau nicht weg arbeiten“. Wo habt ihr schon was erlebt, wo man einschreiten müsste, um den Schwächeren zu helfen, wollen wir wissen? Wir hören viele bemerkenswerte Geschichten und Minoo erklärt den Kindern auch was man tun kann. Um das Ganze noch besser zu verstehen, hat Minoo 3 Video Spots von ZARA mitgenommen, wo man sehr gut sehen kann, wie jeder Einzelne seinen Beitrag leisten kann. Zuletzt erzählt Minoo noch über ihre Aufgabe beim Österreichischen Rotes Kreuz und die Arbeit des Roten Kreuz.

Noch Fragen?

Mehr Infos findest du unter www.projektXchange.at.

 

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